Als Betroffene persönlicher Schicksale, aber auch berührt von all den tragischen Einsätzen und Situationen, die wir in unserem Berufsleben im Rettungsdienst oder in der Hochakutmedizin miterlebt haben (und die nicht immer so hätten verlaufen müssen, wie sie es sind...), ist in uns der Wunsch gewachsen, uns als notfallmedizinische Profis der Wissensvermittlung an der Basis zu widmen.
Denn ja, Spitzenmedizin ist genial. Ja, Interventionszeiten der professionellen Rettungskräfte verkürzen, ist wichtig. Aber was bringt das alles, wenn die Notfallsituationen gar nicht als solche wahrgenommen werden und nicht oder viel zu spät alarmiert wird? Oder wenn aus Überforderung und Angst, etwas Falsches zu tun, nichts gemacht wird, bis die professionelle Hilfe eintrifft?
Es ist unsere Überzeugung, dass "Erste Hilfe" auch von uns Profis in die Gesellschaft getragen werden muss!
Denn, wer bringt sein Auto zum Frisör, wenn ein Service ansteht? Und warum ist das Thema Erste-Hilfe in der Schweiz so verstaubt ("können wir, haben wir beim Autofahren-Lernen gelernt...") wenn es Studien aus Dänemark gibt, die zeigen, dass innerhalb von nur fünf Jahren die Überlebenschancen bei einem ausserklinischen Herzkreislauf-Stillstand verdreifacht werden konnten, in dem Schüler pro Jahr zwei Lektionen in Erster Hilfe ausgebildet wurden?
Da soll noch einer sagen, dieses Thema sei nicht zentral oder eben verstaubt...man lernt es weniger für sich, könnte aber für sich selbst sehr froh sein, wenn es jemand anderes kann - den treffen kann es jeden von uns!